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Wie oft hast du schon gesagt: “Das Stück Kuchen kann ich mir jetzt gönnen, ich hab ja schließlich heute schon Sport gemacht?” Das Ganze nennt sich Lizensierungseffekt und sorgt dafür, dass wir meist mehr essen als wir wollen und das, obwohl wir meist gar keinen Hunger haben.

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Jeder von uns hat ein moralisches Konto, auf das wir einzahlen, wenn wir das Gefühl haben, dass wir eine gute Tat vollbracht haben. Dieses Konto füllt und leert sich, wie ein Bankkonto. Wir zahlen mit gutem Gewissen darauf ein, es geht aber auch etwas davon ab, wenn wir ein schlechtes Gewissen haben. Wenn das Konto im Plus ist, wir also mit vielen guten Taten und gutem Gewissen darauf eingezahlt haben, passiert es schnell, dass wir das Gefühl haben, dieses Plus würde schlechte Taten ausgleichen. Unsere Schuldgefühle sind dann nicht so hoch, weil sich eine Balance durch gutes und schlechtes Gewissen einstellt. Es ist ein bisschen so, als würden wir uns durch gute Taten schlechte freikaufen. Wenn unser Kontostand allerdings in den Minusbreich geht, macht sich das direkt mit Schuldgefühlen bemerkbar. Deshalb ist es oft so, dass eine schlechte Tat direkt auf eine gute Tat folgt, sodass sich für einen persönlich eine Balance einstellt. 
 

Ich hab schon die Welt gerettet

Es gibt eine Studie mit zwei Gruppen von Menschen. Die einen kaufen in Bioläden und fühlen sich dadurch gut, weil sie nachhaltig einkaufen und auf die Umwelt achten. Die andere Gruppe kauft in herkömmlichen Supermärkten ein, ohne darauf zu achten, ob sie mit ihrem Einkauf eine gute Tat vollbringen. Nach dem Einkauf stellen die Wissenschaftler den Leuten Fragen mit bestimmten Szenarien, in denen sie entscheiden müssen, wie sie handeln würden. Dabei geht es unter anderem um Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Das Ergebnis: Die Bioladen-Einkäufer entscheiden deutlich häufiger egoistisch, als die Supermarkt-Einkäufer. Das liegt an dem Lizensierungseffekt. Die Leute aus dem Bioladen haben ja gerade eben erst ihr gutes Gewissen befriedigt, indem sie im Bioladen eingekauft haben und haben deshalb keine Schuldgefühle, wenn sie in den Szenarien nicht auch noch eine gute Tat vollbringen. Anders ist es bei den Supermarkt-Einkäufern.

 

Genauso ist es auch beim Thema Essen. Wenn du abnehmen willst und dir zum Beispiel vorgenommen hast, zweimal die Woche zum Training zu gehen und auf deine Ernährung zu achten, damit du in acht Wochen fünf Kilo abnimmst. Du bist richtig gut dabei, du warst beim Training, fühlst dich klasse und hast mit einem guten Gefühl auf dein Guthabenkonto eingezahlt. Jetzt bist du aber wieder zu Hause und denkst: Da ist noch Schokolade im Schrank, die gönn ich mir, ich hab ja schließlich gerade erst trainiert. Meist führt das dazu, dass wir mehr Kalorien zu uns nehmen, als wir überhaupt verbrannt haben. Und dann ist es so, als wären wir gar nicht beim Training gewesen. Genauso ist es, wenn wir Light-Produkte essen. Wir sparen Fett oder Zucker durch diese Produkte und haben dadurch ein gutes Gefühl. Oft ist es so, dass man dann aber das Doppelt isst, denn es ist ja schließlichLight. Also halb so schlimm. Oder aber dann an anderer Stelle mehr isst, weil man ja vorher Light-Produkte gegessen oder getrunken hat. So funktioniert das System aber nicht. Dadurch kann es sein, dass man mehr zu sich nimmt, als wenn man kein Light-Produkt genommen hätte, sondern das ganz normale.
 

Alles passiert unterbewusst

Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass man eine gute Tat nicht mal selbst vollbracht haben muss. Allein die Vorstellung reicht schon. Es ist also genug, wenn du darüber nachdenkst, dass du zum Training gehst und dir vorstellst, wie anstrengend es wird. Auch das markiert dein Unterbewusstsein so, als hättest du es wirklich gemacht. Und das reicht schon, damit du das Gefühl hast, du hättest die Lizenz, dir mit etwas anderem etwas Gutes zu tun. Es reicht auch schon, wenn deine Freunde oder generell dein Umfeld gute Sachen tut und dir davon erzählt. Wenn deine Freunde also alle regelmäßig trainieren und sich dadurch gut fühlen, lässt du dich mitreißen, fühlst dich auch gut und gibst dir wieder eine Lizenz, um etwas Schlechtes zu tun. 
 
Natürlich passiert dieser Vorgang so gut wie immer unterbewusst. Es gibt aber eine Möglichkeit, wie wir gegensteuern können. Indem wir uns bewusst machen, dass dieser Lizensierungseffekt abläuft. Wenn du etwas gemacht hast, was dir ein gutes Gefühl gibt, wie zum Beispiel Sport, lass das als etwas Gutes stehen. Wenn du den Drang hast, dir etwas zu gönnen, das aber dazu führen würde, dass du nicht dein Ziel erreichst. Wie zum Beispiel abzunehmen, dann mach dir bewusst, was gerade passiert und du die gute Tat nicht mit etwas Negativem ausgleichen musst. Sei stolz, dass du dich gut fühlst und belass es dabei.
 

Du willst Deine Ziele erreichen? Wir wollen das auch!

Wir wünschen uns, dass CrossFit dir hilft und gut tut, sodass Du neue Ziele erreichst. Zum Beispiel einen neuen persönlichen Rekord aufstellst, dich im Alltag einfach besser fühlst oder Gewicht verlierst. Wir wissen, dass das allein manchmal schwierig sein kann. Fall Du Hilfe brauchst, sprich uns gerne an. Wir setzen uns gerne mit Dir zusammen und helfen Dir, Dein Ziel zu erreichen.

Die Autoren

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Wir sind Hannah, Janice und Jan – CrossFit-Süchtige, Technikfanatiker und Bewegungsliebhaber.

Wir möchten dir helfen, dass du dich gesund ernähren, in deinem Körper wohlfühlen und schmerzfrei durch den Alltag gehen kannst.

#MachEtEinfach

 

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