Es gibt viele Gewohnheiten, die dazu führen, dass wir nicht abnehmen. Wie zum Beispiel etwas Süßes essen, wenn einem langweilig ist.

Gewohnheit: Wie entstehen sie?

Viele von uns haben es auch schon versucht, sich etwas abzugewöhnen, und dabei festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist. Aber gerade auf Gummibärchen, Schokolade oder Chips verzichten, wenn man beispielsweise auf dem Sofa sitzt, ist gar nicht so einfach.

Wie funktionieren Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind in ganz vielen Fällen ja unheimlich praktisch. Stell dir vor, du müsstest dir jedes Mal, wenn du dir die Zähne putzt oder beim Autofahren beschleunigest, bewusst überlegen, was du dazu genau machen musst. Das könnte ganz schön nerven und wäre auch ziemlich anstrengend.

 

Bei vielen Gewohnheiten sind wir froh darüber, dass sie uns das Leben erleichtern. Wenn wir verstehen wollen, wie wir Gewohnheiten verändern können, müssen wir zunächst etwas mehr darüber wissen, wie das mit unserem gewohnheitsmäßigen Handeln eigentlich genau funktioniert.

 

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es in unserem Gehirn ein Areal gibt, in dem Gewohnheiten abgespeichert werden, das sind die sogenannten Basalganglien.

 

Dieser Bereich in unserem Gehirn ist dafür verantwortlich, dass wir uns bei gewohnheitsmäßigen Handlungen nicht mehr bewusst überlegen müssen, was wir nun genau machen müssen. Wie wir die Zahnbürste halten oder wie wir genau vorgehen müssen, wenn wir das Auto von 0 auf 50 km/h beschleunigen wollen. Das Problem mit den Basalganglien ist, dass wir mit unseren Absichten kaum auf sie zugreifen können, weil dieser Bereich unseres Gehirns unserem bewussten Willen nur schwer zugänglich ist. Wir können also kaum eingreifen, wenn eine Gewohnheit erst einmal in Gang gesetzt ist.

 

Wo es um unsere Gewohnheiten geht, haben die Basalganglien das Kommando. Also das Areal in unserem Gehirn, in dem Gewohnheiten abgespeichert werden. Dieses reagiert auf bestimmte Auslösereize. Und sorgt dann dafür, dass unser gewohnheitsmäßiges Handeln in Gang gesetzt wird.

 

Der Auslösereiz ist allerdings nicht alleine für unser gewohnheitsmäßiges Handeln verantwortlich. Hinzu kommt noch, dass wir mit jeder gewohnheitsmäßigen Handlung ein Verlangen stillen. Jedes Mal, wenn wir unsere Gewohnheit ausführen, erhalten wir eine Belohnung.

 

Gewohnheiten sind erlernt

Wodurch das gewohnheitsmäßige Verhalten ausgelöst wird und welches Verlangen wir mit unserer Gewohnheit stillen, haben wir irgendwann einmal gelernt.

 

Vielleicht haben die eigenen Eltern auf dem Sofa auch immer Chips und Schokolade gegessen. Oder man hat gemerkt, dass man damit einfach die Hände beschäftigt bekommt, wenn man einen Film schaut.

 

Wiederholt man dieses Verhalten dann häufiger, wird es zur Gewohnheit. Alleine der Auslösereiz und das Verlangen nach der Belohnung reichen aus, um das gewohnte Verhalten fast zwangsläufig in Gang zu setzen.

 

Dass wir nicht bewusst auf unsere gewohnheitsmäßigen Prozesse in den Basalganglien zugreifen können, erklärt auch, wieso es so schwierig ist, sich etwas abzugewöhnen.

 

Und wie bei vielen Dingen ist es auch hier so: Wenn man erst einmal weiß, wieso eine Sache schwierig ist, lässt sich womöglich auch leichter eine Lösung finden.

 

Wie lassen sich Gewohnheiten loswerden?

Wenn wir alte Gewohnheiten loswerden wollen, funktioniert das am besten, indem wir sie durch neue Gewohnheiten überlagern.

 

Dazu muss ein neues Verhalten mit dem alten Auslöser verknüpft werden und möglichst gut das gleiche Bedürfnis erfüllen, das bisher mit der alten Gewohnheit befriedigt wurde. Zum Beispiel statt etwas Süßes zu essen, wenn uns langweilig ist, lieber einen Freund anzurufen.

 

Das klingt jetzt erst einmal recht theoretisch und ist vielleicht auch eher unrealistisch. Die meisten von uns haben erlebt, dass sich Gewohnheiten eben nicht so einfach ändern lassen.

 

Es ist also gar nicht so einfach, etwas Süßes nicht zu essen und stattdessen einen Freund anzurufen.

 

Das ist so, weil unsere Gewohnheiten ja automatisch ablaufen. Dadurch merken wir oftmals erst, wenn es schon zu spät ist, dass wir uns wieder wie gewohnt verhalten. Du stehst dann zum Beispiel vor dem Kühlschrank, ehe du dich versiehst. Oder du hast die halbe Chipstüte bereits leer gegessen, bevor es dir bewusst wird.

 

Der Auslöser war da und dann läuft die Gewohnheit ab, ohne, dass wir direkten Zugriff darauf haben. Du erinnerst dich? Das ist so, weil wir mit unseren Absichten keinen Zugriff auf die Basalganglien haben.

 

Die Basis ist also, dass wir uns unserer Verhaltensmuster bewusst werden. Denn nur so können wir aktiv eingreifen und unser Verhalten verändern.

 

Wie genau du das machen kannst, erfährst du nächste Woche in unserem Blogartikel Gewohnheiten ändern: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.



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