Er entscheidet darüber, ob wir fettleibig, untergewichtig oder normal sind. Ein Wert, der sich berechnet, indem wir das Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Zentimetern zum Quadrat rechnen: der Body-Mass-Index (BMI). Aber stimmt diese Berechnung?

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Bei einem Wert zwischen 18,5 bis 25 hat man ein Normalgewicht, alles darunter fällt in die Kategorie Untergewicht, alles bis 30 ist übergewichtig und alles darüber fällt unter „Adipositas“. Nehmen wir jetzt einen 30 Jahre alten CrossFitter, der das schon eine Weile macht: Er ist 1,75 m groß und wiegt 90 kg, was bedeutet, dass er ziemlich muskulös ist. Das würde also einen BMI von 29,4 ergeben, was schon fast an der Grenze zu Adipositas, also krankhafter Fettsucht wäre. Was ja ziemlich offensichtlich Quatsch ist, weil der Typ einfach eine Maschine ist. Aber ergibt der BMI dann überhaupt Sinn?
 
1942 hat ein Statistiker der amerikanischen Lebensversicherung einen Zusammenhang zwischen der Lebensdauer und dem Körpergewicht entdeckt. Er war kein Mediziner, sondern Mathematiker. Er erstellte diese Werte, um Kunden von Versicherungen in Risikogruppen einzuteilen. Bei den Versicherungen war er natürlich sehr beliebt, wie man sich vorstellen kann. 1997 hat dann die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die BMI-Verteilung offiziell beschlossen. Aber inzwischen gibt es immer mehr Studien, die beweisen, dass die Werte in den starren Kategorien nicht aussagekräftig sind. Alle Kategorien über normal galten auch als Kategorien mit einer früheren Sterblichkeitsrate. Vor ein paar Jahren hat die Hamburger Gesundheitswissenschaftlerin Ingrid Mühlhauser eine Arbeit geschrieben, in der sich gezeigt hat, dass Menschen in einer Übergewichtskategorie nicht eher sterben, als Menschen aus der normalen Kategorie. Die Bedeutung davon ist recht komplex. Ein wesentlich höherer BMI kann dafür sorgen, dass sich die Lebenserwartung verringert. Er kann aber auch keinen Einfluss haben oder sogar die Lebenserwartung steigern. Auch andere Studien, die danach durchgeführt wurde, stützen diese Aussagen oder gehen sogar noch weiter und können belegen, dass Menschen aus der Kategorie Übergewichtig seltener früh sterben als die Normalgewichtigen. Mittlerweile ist klar, der BMI hat einige Schwächen.
 

Muskeln wiegen mehr als Fett

Genau das ist das Problem am BMI. Das Körpergewicht macht ja nicht nur Fett aus, sondern auch Knochen, den Wasseranteil und die Muskelmasse und die ist immer dichter und dadurch bei selben Volumen schwerer als Fett. Aus diesem Grund fällt unser CrossFitter aus dem Beispiel in die Kategorie „Übergewichtig“., obwohl der große Anteil an Muskeln sich sehr positiv auf seine Gesundheit und Lebenserwartung auswirkt. Auch berücksichtigt der BMI nicht, ob und wie viel sich der Mensch bewegt. Leicht Übergewichtige, die aber regelmäßig Sport treiben, sind meist gesünder als schlanke Stubenhocker. Genauso wenig sagt der BMI aus, wo genau das Fett ist. Auch das hat einen Einfluss auf die Gesundheit.
 

Das böse Bauchfett muss weg

Viel wichtiger ist nämlich der Anteil an innerem Bauchfett. In diesem Zusammenhang fällt der Begriff „Skinny fett“ – das bedeutet, dass die Person sehr schlank und ohne großartige Muskeln ist. Stattdessen ist alles aber ein bisschen speckig. Damit ist das Risiko ein Herz-Kreislauferkrankung zu bekommen höher. Selbst wenn der BMI sagt: Alles gut! Aussagekräfter ist daher das Taille-Hüft-Verhältnis (WHR). Dabei teilt man den Bauchumfang durch den Hüftumfang. Bei Frauen soll der Wert idealerweise unter 0,8 liegen und bei Männern unter 0,9. Wenn also jemand einen BMI von 29,4 hat, wie in unserem Beispiel, aber einen WHR-Wert von 0,8 sagt das eins aus: Der Mensch ist nicht übergewichtig, sondern einfach extrem klobig und höchstwahrscheinlich sehr muskulös. Damit lässt sich dann auch sehr schnell rausfinden, ob jemand viel Bauchfett hat. Auch ein Blick auf den Körper an sich sagt schon viel aus: Ein birnenförmiger Körper weist eher auf Fettpolster vor allem in den Oberschenkeln und im Po hin. Ein Vorteil gegenüber einer Apfelform, die eher Fettdepots im Bauchbereich hat. Je höher der Bauchfett-Wert, desto schneller werden Entzündungsreaktionen ausgelöst, die die Werte im Blut ansteigen lassen. Das kann bedeuten, dass die Arterien verkalken, der Blutdruck und auch der Blutzucker erhöht sein können. Das alles erhöht das Risiko eines Herzinfarktes und Schlaganfalls.
 

Das bedeutet: Mach dich auf keinen Fall verrückt, wenn dein BMI nicht in den Normalwerten ist. Er ist nicht ganz bedeutungslos, aber auf keinen Fall als einziger Wert aussagekräftig. Vielmehr solltest du noch andere Werte berücksichtigen, wie zum Beispiel den WHR oder insgesamt deine Körperform. Allgemein gilt natürlich immer: Wer Sport treibt, kümmert sich damit um das Bauchfett. Wer hochintensives Training wie CrossFit betreibt, tut mir Sicherheit sein allerbestes, um gesund zu bleiben und gegen Herz-Kreislauferkrankungen anzugehen.

Du willst Deine Ziele erreichen? Wir wollen das auch!

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Die Autoren

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Wir sind Hannah, Janice und Jan – CrossFit-Süchtige, Technikfanatiker und Bewegungsliebhaber.

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