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Wir gehen im Dunklen zur Arbeit und kommen im Dunkeln auch wieder nachhause. Mal eben davor oder danach draußen Sport zu machen ist jetzt nicht mehr so attraktiv wie im Sommer. Und das nicht nur wegen der Dunkelheit, sondern vor allem wegen der Kälte. Wenn wir einmal den inneren Schweinehund beseitigt haben, ist draußen trainieren bei der winterlichen Jahreszeit aber sehr gesund für den Körper.
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Große Vorteile: Solange es noch ein bisschen hell ist, tanken wir Tageslicht und das hilft gegen den Winterblues, es kurbelt unsere Fettverbrennung an, weil der Körper viel Energie aufbringen muss, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig stärken wir unsere Immunabwehr, die wir auf jeden Fall brauchen, denn jeder zweite Bekannte hat eine Erkältung. Es ist ein Mythos, dass wir uns erkälten wenn wir draußen Sport machen. Kalte Luft, die um unseren verschwitzten Körper weht, ist kein Problem. Ganz im Gegenteil. Das stärkt das Immunsystem. Auch die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen fördern die Durchblutung und Vieren haben nicht so eine große Chance. US-Forscher haben herausgefunden, dass diejenige, die Sport während im Winter machen, sind nur halb so oft krank wie Bewegungsmuffel.
 

Tageslicht als Stimmungsaufheller

Im Winter haben viele von uns einen Durchhänger. Das liegt daran, dass uns Licht fehlt, denn ein wichtiges Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert ist Melatonin. Wenn wir wenig Tageslicht und Sonnenschein abbekommen, kann der Melatonin-Wert auch tagsüber sehr hoch sein. Deshalb fühlen wir uns müde und träge. Wer tagsüber bei Licht trainiert, kann abends besser schlafen, denn die Bewegung steigert auch die Durchblutung im Hirn und das setzt Glückshormone frei. Auch regt das Licht eure Vitamin-D-Produktion an und macht euch leistungsstärker. Eine Studie der University of Massachussetts in Boston hat herausgefunden, dass Ausdauersportler mehr Leistung bei Temperaturen zwischen einem und zehn Grad bringen. Der Grund: Wenn es wärmer ist, belastet das unseren Kreislauf und die Muskeln bekommen weniger Sauerstoff. Das liegt daran, dass bei Wärme sich das Blut umverteilt. Es fließt mehr Blut durch die Haut und weniger durch die Muskeln.
 

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung

Natürlich können wir uns im Winter auch verkühlen, wenn wir nur in Shorts und T-Shirt draußen trainieren. Deshalb sollten wir die richtige Kleidung tragen, damit der Körper nicht auskühlt – am besten im Zwiebel-Prinzip, wobei die Schichten eng am Körper liegen, aber nicht hauteng. Denn zwischen den einzelnen Schichten bilden sich Wärmepolster, die uns warm halten. Die oberste Schicht sollte dann die Körperfeuchtigkeit rauslassen, sodass der Schweiß nicht in den Kleidern bleibt. Winddichte Funktionskleidung ist am praktischsten als Unterwäsche. Die speichert keine Feuchtigkeit, wenn wir schwitzen, hält die Haut dementsprechend trocken und wir kühlen nicht aus. Darüber können wir wärmende, aber atmungsaktive Sachen tragen, die aus Polyester, Wolle und Elasthan sind. Unser Kopf gibt einiges an Wärme ab, daher empfiehlt es sich, eine Mütze aufzusetzen. Dabei bleiben dann auch die Ohren warm. Auch die Finger und Zehen werden schnell kalt, daher sollten wir unbedingt dünne Handschuhe und Funktionssocken tragen.
 

Richtig atmen

Wenn es richtig kalt draußen ist, dann ist meist die Luftfeuchtigkeit niedrig. Wenn wir trainieren, atmen wir meist durch den Mund, dabei kann es passieren, dass unsere Schleimhäute austrocknen und die Bronchien sich verengen, weil sich die Zellen zusammenziehen. Wenn unsere Schleimhäute austrocknen, verlieren sie ihre Schutzfunktion und wir können schneller krank werden. Dadurch, dass sie feucht sind, verhindern sie nämlich, dass Viren durchkommen. Wichtig ist daher, nicht nur beim Sport sondern auch über den gesamten Tag viel zu trinken, damit wir nicht austrocknen. Außerdem sollten wir versuchen über die Nase zu atmen, weil die Luft dann angewärmt, angefeuchtet und gefiltert in den Körper gelangt. Wenn wir doch nur durch den Mund atmen, können wir die Bronchien schützen, indem wir ein Tuch oder einen dünnen Schal so um das Gesicht wickeln, dass es den Mund und die Nase bedeckt.

 

Schön warm, in jeder Hinsicht

In den meisten Räumen läuft die Heizung, daher muss sich unser Körper erstmal an die Temperatur gewöhnen, wenn wir nach draußen kommen. Bei Kälte brauchen unsere Muskeln und Gelenke einfach länger, bis sie startklar sind. Damit wir keine Verletzungen riskieren, sollten wir uns also warm machen. Und das kann ruhig deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, als im Sommer. Einfach ein paar Lockerungsübungen machen, sodass die Muskeln langsam auf Betriebstemperatur kommen.
 

Sicherheit geht vor

Unser Körper zeigt uns an, wenn ihm etwas nicht passt. Wenn es also draußen so kalt ist, dass die Luft unangenehm in unserer Lunge brennt kann das zu Reizhusten führen. Dann sollten wir lieber das Training abbrechen. Das gilt auch, wenn wir merken, dass der Boden zu glatt und vereist ist. Es ist besser, keine Stürze zu riskieren, bei denen wir uns was verstauchen, brechen oder uns anderweitig verletzen. Um in der Dunkelheit gut sichtbar zu sein und keine Unfälle zu verursachen ist es am besten, wenn wir die Strecke wirklich gut kennen und uns Kleidung anziehen, die gut sichtbar ist. Mit einer Stirnlampe können wir die Wege auch ausleuchten.
 
 
Gründe, um draußen im Winter Sport zu machen
  • Es stärkt das Immunsystem und wir werden seltener krank

     

  • Das Tageslicht verbessert unsere Stimmung

     

  • Die Kälte kurbelt unsere Fettverbrennung an

     

  • Wir sind leistungsfähiger

     

  • Wir schlafen deutlich besser

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Die Autoren

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