Bei den Männern ist es das Brust- Bizepstraining, bei den Frauen oft Bauch-, Beine- und Poübungen. Jeder hat so seine Lieblingsübungen und -regionen, die er beim Training bearbeitet. Aber das kann zu Dysbalancen im Körper führen, die dir im Alltag Probleme machen können.

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Dysbalancen, also ein Ungleichgewicht, kann sich in den verschiedensten Bereichen zeigen. Das kann bedeuten, dass du mit einem Arm zum Beispiel sehr viel stärker einen Ball werfen kannst, als mit dem anderen oder dass ein Bein kräftiger ist, als das andere. Das sind muskuläre Dysbalancen, die du vielleicht schon mal selbst im Training, oder sogar im Alltag gemerkt hast. Im Körper kann es aber noch viel mehr muskuläre Dysbalancen geben, die vielleicht nicht sofort auffallen. So gut wie jeder Muskel hat einen Gegenspieler. Bizeps und Trizeps, Brustmuskulatur und Schultermuskulatur oder Beinstecker und Beinbeuger. Wenn die beiden Gegenspieler ungleichmäßig Leistung bringen können, weil sie verschieden stark oder lang sind, nennt man das eine Dysbalance.

Das passiert bei einer Dysbalance

Die Muskulatur, die zu schwach ist, kann nicht richtig arbeiten und stattdessen greift die andere Muskulatur ein und übernimmt den Part, damit du die Bewegung ausführen kannst. Dadurch kann eine Überbelastung für den Muskel entstehen, der die doppelte Arbeit erledigen muss. Das Resultat: Verhärtete Muskulatur, Verspannung und dadurch Schmerzen. Je nachdem, wie ausgeprägt die Dysbalance ist kann das sogar zu Haltungsproblemen und -schäden führen.

Dysbalancen kommen durch Lieblingsübungen


Jeder hat so seine Lieblingsübungen. Bewegungen, die man besonders gut kann, die einem Spaß machen, oder durch die man meint, man würde besonders viel erreichen. Das Problem ist aber meist, dass man nicht besser wird, oder Fortschritte macht, wenn man nur die Dinge tut, die einem Spaß machen und die schön sind. Fortschritte passieren erst dann, wenn du über deine Grenzen hinausgehst. Durch diese Lieblingsübungen gibt es aber auch das sogenannte „Pumperphänomen“. Das tritt deutlich häufiger bei Männern als bei Frauen auf und hauptsächlich dann, wenn man mit dem Fokus auf Bizeps und Brust trainiert. Dabei vernachlässigen die Sportler oft die jeweiligen Gegenspieler, also den Trizept und den Latissimius, also den Rücken. Das Ergebnis: Meist nach vorn eingedrehte Schultern, leicht gebeugte Arme und immer wieder Schmerzen in der Bizepssehne und im Rücken. Zusätzlich dazu haben die Männer oft einen trainierten Oberkörper, aber der Unterkörper, also die Beine sind ziemlich dünn und schwach. Das hat dann nichts mehr mit einem ausgewogenen Training zu tun.

Eine weitere Dysbalance entsteht oft durch zu viel Sitzen. Dadurch „schläft“ unsere Pomuskulatur ein, weil wie sie nicht nutzen und sie dann als Gegenspieler zur Oberschenkelvorderseite nicht mehr ausreichend arbeitet. Die Oberschenkelvorderseite feuert also die ganze Zeit und arbeitet auf Hochtouren, wenn eigentlich die Pomuskultur ihren Teil übernehmen sollte. Das macht sich dann sehr häufig bei Kniebeugen bemerkbar. Der Po ist vielleicht gefühlt angespannt, aber er kann nicht so viel Spannung aufbauen, dass er den Körper bei der Bewegung unterstützt. Die Oberschenkelvorderseite greift der Pomuskulatur unter die Arme und übernimmt die Aufgabe. Das Problem: Verspannte Vorderseiten, zu wenig Kraft, da die Vorderseite nicht so viel Kraft aufbringen kann, wie der Po und dementsprechend weniger Leistung und vielleicht sogar Schmerzen.

Auch im Breitensport neigen viele Sportler zu Dysbalancen, weil es ihre Sportart so hergibt. Handballer haben sehr oft einen Wurfarm, der deutlich stärker ist als der andere Arm. Das ist ziemlich klar und wird allgemein als: Das ist halt so. Abgetan. Optimaler wäre es allerdings den anderen Arm gleichzeitig mitzutrainieren. Entweder mit gezieltem Krafttraining, oder aber so, dass man mit beiden Armen gleich gut und fest werfen kann.

Was kann ich gegen Dysbalancen machen?

Zum einen gleichmäßiger trainieren und auch mal die Übungen machen, die einem eigentlich nicht so gut gefallen, die aber nötig für ein ausgewogenes Körpergefühl sind. Durch isoliertes Krafttraining kannst du Dysbalancen nicht nur bemerken, sondern auch ausgleichen. Dabei wählst du Übungen aus, die ohne einen Hilfsmuskel funktionieren und die du einseitig ausführen kannst. Wenn du beispielsweise Bizepscurls wählst, versuche nicht den einen Arm mit 15 Kilo zu trainieren und den anderen mit 10 Kilo, weil er noch zu schwach ist. Damit trainierst du den sowieso schon starken Arm einfach nur weiter auf, während der schwächere Arm weiterhin Probleme hat mitzuhalten. Versuche stattdessen beide Arme mit dem gleichen Gewicht zu trainieren, um nach und nach den schwächeren Arm an die Kraft des Stärkeren anzupassen.

Fazit: Häufiger mal den richtigen Gegenspieler mittrainieren, die Übungen wählen, die einem keinen Spaß machen, die einen aber weiterbringen und die auch das körperliche Erscheinungsbild verbessern können. Niemand mag einen wuchtigen Oberkörper und Beine wie Zahnstocher. Aber noch weniger mag man Schmerzen, die durch eine zu einseitige Trainingsbelastung kommen.

 

https://www.ergotopia.de/blog/muskulaere-dysbalancen

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Die Autoren

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