Die britische Tageszeitung “The Guardian” hat geschrieben, dass bis 2020 über 500 Millionen Menschen Schrittzähler haben werden. Und tatsächlich scheint jeder sie zu machen, diese mystischen 10.000 Schritte. “Ach, die schaffe ich locker am Tag.” Aber 10.000 Schritte klingt verdammt viel. Was genau ist dran an den 10.000 Schritten?

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Ein Durchschnittsmensch geht am Tag 1.500 Schritte. Wenn Du einer davon bist: Hallo, schön, dass du diesen Blog-Artikel liest. Das heißt, auch du müsstest nach der Arbeit noch einiges an Strecke latschen um auf deine Zahl zu kommen statt dich auf die Couch zu hauen. Tatsächlich sind 10.000 Schritte nämlich sechs bis acht Kilometer. Viele wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, wann sie überhaupt das letzte Mal so lange an einem Stück gegangen sind. Allerdings sind diese 10.000 Schritte ja schon fast indoktriniert. Wenn Du weniger machst, wirst Du abschätzig angeschaut. “10.000 Schritte schaffe man ja schon locker vor dem Frühstück”, sagt die Kollegin, während sie auf ihrem Fitness-Armband rumtippt.. Aber: Warum 10.000? Woher kommt diese Zahl?
 

Wer hat’s erfunden?

Die Zahl kommt aus der Werbung. Wissenschaftler haben den Ursprung zurückverfolgt und haben eine Werbung für Schrittzähler aus Japan von vor über 40 Jahren gefunden. Als 1964 in Tokio die Olympischen Spiele ausgetragen wurden, brachte eine Firma einen Schrittzähler mit dem Namen “Man-po-kei” auf den Markt. “Po” steht für “Schritt”, “kei” für “Maß” und “Man” für “10.000”. Diese Zahl hat keinerlei wissenschaftlich fundierten Hintergrund, sie diente nur Marketing-Zwecken. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass sie wissenschaftlich belegt ist, dann wäre sie jetzt, über 50 Jahre später, bestimmt nicht mehr aktuell. Die Menschen nehmen schließlich heute deutlich mehr Kalorien am Tag zu sich, als früher und bewegen sich weniger. Denn unser Lebensstil hat sich einfach gewandelt. Stimmt der heilige Gral an 10.000 Schritten wohl gar nicht? Die britischen University of Warwick hat eine sportwissenschaftliche Studie mit Postboten durchgeführt. Im Schnitt gehen sie 15.000 Schritte am Tag und gelten damit als gutes Beispiel. In der Studie wurden über 100 Postmitarbeiter aus Glasgow, die im Durchschnitt 40 Jahre alt waren, eine Woche lang mit Fitnesstrackern ausgestattet. Die haben genau angezeigt, wie viele Stunden jeder im Sitzen, Stehen und Gehen arbeitet. Das Ergebnis: Die Studienteilnehmer die täglich sogar deutlich aktiver als Postboten im Dienst mit 15.000 Schritten waren, hatten deutlich bessere Cholesterin-Werte, Messumfänge und einen besseren BMI. Daher geht der Leiter der Studie davon aus, dass selbst 10.000 Schritte mittlerweile nicht mehr aktuell sind.
 

Was bedeutet das für mich?

Es gibt jede Menge Forschungen, die beweisen, dass Spaziergänge und leichte Bewegung dazu führt, dass der allgemeine Gesundheitszustand besser wird. Aber manchmal hindert unser Lebens uns einfach daran diese 10.000 Schritte zu machen. Stattdessen setzt es uns möglicherweise sogar noch unter Druck. Denn wie viele fühlen sich ganz und gar nicht entspannt wenn der Fitnesstracker am Ende des Tages piept und sagt, dass man sein Tagesziel nicht mal zur Hälfte erreicht hat? Eine durchschnittliche Person läuft 100 Schritte pro Minute. Um also dein heiliges Ziel zu erreichen, müsstest du 100 Minuten laufen. Für viele, die in Büros oder anderen Jobs arbeiten, in denen man sich nicht oft bewegt, ein hochgestecktes Ziel. Vergessen wir jetzt diese Zahl von 10.000 Schritten, die ursprünglich einem Werbezweck diente und einigen uns darauf, jede Bewegung im Alltag besser ist, als keine. Das bringt das Herz-Kreislaufsystem in Schwung, wir werden seltener krank und auch unseren Gelenken geht es besser. Und: natürlich verbrennen wir Kalorien, wenn wir uns bewegen.
 

8.000 oder 15.000?

Ob es jetzt acht, zehn oder fünfzehn tausend Schritte am Tag sind, macht auch keinen Unterschied, wenn wir es sowieso nicht schaffen. Viel wichtiger ist, im eigenen Alltag Bewegung zu schaffen. Mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren ist auf jeden Fall bequemer, aber mit dem Fahrrad zu fahren, bringt deutlich mehr Bewegung. Und mittlerweile lassen sich Aktivitäten wie Fahrradfahren oder Schwimmen auch in Schritte umrechnen. Allgemein steht aber fest: die meisten bewegen sich zu wenig, also schadet es nicht, eine feste Zahl im Kopf zu haben. Es müssen nicht die 10.000 Schritte am Tag sein, du kannst auch kleiner oder größer anfangen. Denn: 10.000 ist nur eine Werbezahl. Nimm dir ein festes Ziel, dass du über die Woche erreichen möchtest. Dann kannst du selbst entscheiden, an welchem Tag mehr oder weniger Bewegung nötig ist.
 
Einfache Tipps um Schritte zu sammeln:
  1. eine Haltestelle früher aussteigen
  2. das Auto etwas weiter weg parken als sonst
  3. die Treppe nehmen
  4. bei den Kollegen häufiger im Büro vorbeischauen statt anzurufen oder eine Mail zu schreiben
  5. beim Telefonieren rumlaufen
  6. in der Mittagspause eine kleine Runde drehen

Du willst Deine Ziele erreichen? Wir wollen das auch!

Wir wünschen uns, dass CrossFit dir hilft und gut tut, sodass Du neue Ziele erreichst. Zum Beispiel einen neuen persönlichen Rekord aufstellst, dich im Alltag einfach besser fühlst oder Gewicht verlierst. Wir wissen, dass das allein manchmal schwierig sein kann. Fall Du Hilfe brauchst, sprich uns gerne an. Wir setzen uns gerne mit Dir zusammen und helfen Dir, Dein Ziel zu erreichen.

Die Autoren

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Wir sind Hannah, Janice und Jan – CrossFit-Süchtige, Technikfanatiker und Bewegungsliebhaber.

Wir möchten dir helfen, dass du dich gesund ernähren, in deinem Körper wohlfühlen und schmerzfrei durch den Alltag gehen kannst.

#MachEtEinfach

 

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