Knapp ein Drittel dieses Jahres hatten Fitnessstudios, Sportvereine und öffentliche Sportanlagen geschlossen. Der ein oder andere hat seine Bewegung auf draußen joggen gehen oder Online-Fitnesskurse verlegt. Ein Blick auf das sportliche Jahresresümee.

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In einer Studie der Justus-Liebig-Universität in Gießen haben die Professoren untersucht, welche Auswirkungen die Schließung aller Sportmöglichkeiten auf die Bevölkerung hat. Das Ergebnis: Vor allem Menschen über 30 haben sich in diesem Jahr weniger bewegt. Die Jüngeren seien neuen Sportmöglichkeiten gegenüber positiver aufgeschlossen, berichten, dass sie in der Lockdown-Phase mehr Zeit hatten als vorher und weniger Angst, sich mit dem Virus zu infizieren. 

Insgesamt kam bei der Studie im ersten Lockdown raus, dass sich drei Gruppen bilden. Die “Inaktiven”, die weder vor noch während der Pandemie Sport getrieben haben (36 Prozent), die “Aussteiger”, die seit dem ersten Lockdown ihre Bewegung drastisch eingeschränkt haben (31 Prozent) und die “Weiter Aktiven”, die ihr Sportpensum gehalten oder sogar intensiviert haben (33 Prozent). Was zeigt, dass 67 Prozent der Bevölkerung in diesem Jahr wenig bis gar keinen Sport getrieben haben. Was eine sehr große Anzahl an Menschen ausmacht.

Kinder und Jugendliche bewegen sich deutlich weniger

Die großen Verlieren während der Schließung der Sportanlagen sind Kinder und Jugendliche. Sie haben während der Pandemie deutlich weniger Zeit mit Sport verbracht und mehr vor dem Bildschirm. Das sind die Ergebnisse einer Studie des Universitätsklinikums Münster. Dabei kam raus, dass sich die Zahl an Kindern, die sich fast gar nicht mehr bewegt hat, verfünffacht hat. Fast ein Viertel aller Kinder in Münster hat sich demnach fast gar nicht mehr bewegt, was auch Auswirkungen auf die Stimmung und das allgemeine Befinden der Kinder hatte. 

Aktivitäten an der Luft haben im Allgemeinen extremen Zuwachs bekommen, weil natürlich alles andere, was Indoor-Aktivitäten angeboten hat, geschlossen hatte. Dementsprechend sind auch Ausdauersportarten wie Joggen oder Radfahren deutlich häufiger gemacht worden. Jede sechste Person hat versucht zu Hause mit Online-Kursen oder anderen Fitnessübungen aktiv zu bleiben.

Auswirkungen der wenigen Bewegung

Während des Lockdowns hat die Gießener Studie gezeigt, dass sich Inaktivität negativ auf die Stimmung ausgewirkt hat. Da Sport zum Abreagieren und den Kopf-frei-bekommen ein guter Gegenpol ist, um mit Gefühlen wie Ärger, Traurigkeit oder auch Stress umzugehen, fiel für viele dieser Puffer weg. Gerade die Kinder haben angegeben, sich in den Zeiten der Pandemie mehr Sorgen zu machen und unzufriedener mit dem Leben zu sein. Auf psychischer Ebene kann Bewegungsmangel dazu führen, dass sich der Hormonhaushalt verändert, die sich negativ auf die Stimmung auswirken können und im schlimmsten Fall eine Depression begünstigen können. Soziale Kontakte fallen weg und auch das Selbstwertgefühl kann, durch keine Bewegung, sinken. Es ist mittlerweile nachgewiesen, wenn Jugendlichen in der Pubertät plötzlich Rückhalt und Anerkennung durch die Peergroup, wie in der Sportmannschaft fehlen, es Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung haben kann. Gleichzeitig auch auf andere wichtige Dinge, wie den Umgang mit Sieg und Niederlage, das Pflegen von Freundschaften, Streitlösung und Impulskontrolle.

Aus körperlicher Sicht ist die Nichtbewegung ein Risikofaktor für Erkrankungen wie Übergewicht, Störungen im fettstoffwechsel, Bluthochdruck, einem erhöhten Blutzuckerspiegel, Veränderungen innerhalb der Blutgefäße. Durch den Abbau von Muskulatur kann es zu Schäden am Knochen- und Gelenkapparat kommen und auch die Knochendichte kann abnehmen. 

Wir können daher an dieser Stelle nur (erneut) an dich appellieren: beweg dich! 

Suche dir sich Gründe und Motivation. Außerdem professionelle Anleitung, damit das Training zielgerichtet, effektiv, effizient und an deine Möglich- und Fähigkeiten angepasst ist. Es gibt mehr als genug Optionen, die du im Zweifel einfach mal ausprobieren solltest. Vielleicht findest du ja Gefallen daran und tust damit nicht nur dir selbst und deiner Gesundheit sondern auch deinem Umfeld einen Gefallen, weil die schlechte Laune sich damit verabschiedet. 

In diesem Sinne: Runter von der Couch, im Jogger bist du ja schon und beweg dich hinein ins Abenteuer 2021.

Quellen: https://www.marktforschung.de/aktuelles/marktforschung/mehr-sport-seit-corona/

https://www.sportschau.de/weitere/breitensport/studie-muenster-bewegungsmangel-kinder-100.html

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Die Autoren

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